Anwaltshaftung bei der Pflichtverletzung



Die Arbeit eines jeden Rechtsanwalts ist durch die daf├╝r zust├Ąndigen Organe ├╝berpr├╝fbar. Als Anwaltshaftung bezeichnet man die Haftung des Anwalts gegen├╝ber der eigenen Mandantschaft. Er ist dazu verpflichtet, mit erforderlicher Sorgfalt zu arbeiten und den besten Schutz des Interesses des Mandanten zu gew├Ąhrleisten. Der Anwalt haftet f├╝r die schuldhafte Verletzung seiner Pflichten. Falsche oder unvollst├Ąndige Beratung durch einen Rechtsanwalt l├Âst zum Beispiel Schadensersatzanspr├╝che f├╝r den Mandanten aus.

Schadensersatz

Wenn dem Anwalt der Eintritt des Schadens zugerechnet werden kann, kann man ihn dazu verpflichten, den Zustand (wieder)herzustellen, der bestehen w├╝rde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten w├Ąre; eine Entsch├Ądigung in Geld kann auch gefordert werden. Dies bedeutet, dass man gegen den pflichtverletzenden Anwalt die grunds├Ątzlichen zivilrechtlichen Schadensersatzanspr├╝che hat.

Wann ist die Pflichtverletzung gegeben?

Eine Pflichtverletzung ist anzunehmen, wenn der Anwalt gegen eine seiner Anwaltspflichten versto├čen hat. Diese Pflichten sind im Ethik-Kodex f├╝r Rechtsanw├Ąlte sowie im Gesetz ├╝ber das Recht der Rechtsanwaltschaft enthalten. Das Grunds├Ątzliche in dem Beruf des Rechtsanwaltes ist die Leistung der Rechtsberatung, Begutachtung und Vertretung vor Gericht. Diese und alle anderen Auftr├Ąge muss er fehlerfrei erf├╝llen. Die Pflichtverletzung kommt dann in Frage, wenn dem Anwalt ein schuldhafter Fehler bei der Mandatsbearbeitung vorgeworfen werden kann ÔÇô dann haftet er f├╝r den hieraus entstandenen Schaden. Das ist zum Beispiel eine Verletzung der Schweigepflicht oder der Aufkl├Ąrungspflicht oder fehlerhafte Fristberechnung.

Disziplinarstrafe

Art. 80 des Gesetzes ├╝ber das Recht der Rechtsanwaltschaft regelt die Disziplinarstrafe bei Pflichtverletzung des Anwaltes. Danach wird seine schuldhaft begangene Pflichtverletzung ermahnt. Laut Art. 80 kann der Anwalt zur Verantwortung gezogen werden, wenn er gegen die geltende Rechtsordnung, gegen den Ethik-Kodex des Rechtsanwaltes handelt oder wenn er seine beruflichen Pflichten verletzt. Hier entscheidet ├╝ber die Pflichtverletzung des Anwaltes das Disziplinargericht der Rechtsanwaltskammer. Die m├Âglichen Disziplinarstrafen sind: Verweis (Tadel), Geldbu├če, Untersagung der Aus├╝bung der Rechtsanwaltschaft bis zur Dauer von 5 Jahren oder┬á Streichung von der Anwaltsliste.